ObermuttenZiteil - Tigignas (Mittelstation der Bergbahn Savognin) ca. 7 Std.

 

Anreise per Bahn bis Thusis, in Thusis auf das Postauto umsteigen (reservieren obligatorisch) bis Obermutten. Nach der Wanderung in Savognin wieder das Postauto nehmen bis Tiefencastel und dann die Bahn bis Thusis. www.sbb.ch

Anreise mit dem Auto: Das Auto in Thusis parkieren und dann auf das Postauto und die Bahn umsteigen, wie oben beschrieben.

Ich empfehle ihnen, den ersten Postautokurs zu nehmen, da die letzte Talfahrt der Bergbahn in Savognin nicht verpasst werden darf. Verpflegt wird aus dem Rucksack.

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An unserem Wanderweg steht die Kirche von Obermutten (1863m).

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Sie zählt zu den einmaligen Sakralbauten der Schweiz. Sie ist das einzige Gotteshaus, das ganz aus Holz gefertigt wurde. Die umliegenden Lärchenwälder boten dazu das geeignete Material. Wie eine Holztafel über dem Eingang besagt, datiert das Baujahr der Kirche von 1718. Einzig der Dachreiter, der zwei Glocken beherbergt, stammt von 1930.Der Innenraum der Kirche ist unprätentiös gehalten. "Er macht klar," so der Bündner Kunstpfarrer Dieter Matti, "dass für unseren Weg zu Gott ‚eine Scheune’ genügt." Neben der schlichten Kanzel findet sich eine schmucke Orgel, leicht erhöht auf der Chorempore. Alle Holzbestandteile – inklusive Holzpfeiffen – sind historische Substanz. Ein gewisser Heinrich Ammann aus Wildhaus hat diese sog. Toggenburger Hausorgel anno 1807 geschaffen, worüber ein Zettel im Ventilkasten Zeugnis ablegt. Das "Holzkirchli" bietet in seiner schlichten Art Raum für Einkehr und Besinnung. Der Kirchenschlüssel kann direkt in einem der beiden Restaurants bezogen werden. Nun steigt der Weg gemütlich zur Muttneralp (2126m), um dann immer ansteigend, das Muttnerhorn umgehend. Bei (2322m) ist der Grat erreicht und man fühlt sich, wie auf dem Dach der Welt.

 

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Warum in die Ferne schweifen, bei dieser grandiosen Aussicht zum Rothorn und in die Lenzerheide. Und das wo da auf dem Foto ist, ist nur ein kleiner Teil. Bald ist auch den höchsten Punkt der Wanderung erreicht (2501m). Da der Abstieg eher flach ist, können die Blicke immer wieder in der Umgebung umherschweifen.

 

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In Ziteil (2433m) liegt der höchst gelegener Wallfahrtsort in Europa. Die Wallfahrten gehen zurück auf das Jahr 1580, als "eine von Staturkleine und weissgekleidete Frau, die ihr Gesicht mit einem weissen Schleier verhüllt hatte, einem 18-jahrigen Mädchen im Oberhalbstein erschienen war und zu ihm sagte: 'Gehe hin und sage dem Volk im Land Oberhalbstein, es habe nun soviel gesündigt, dass nicht noch mehr ertragen werden könne Wenn es sich nicht bessere, werde Gott es streng bestrafen, so dass er nicht nur die Feldfrüchte verdorren, sondern das Volk vom Jüngsten bis zum Aeltesten sterben lassen werde. Ich kann bei meinem Sohn für dieses Volk nicht mehr Fürbitte einlegen.' Acht Tage darauf erschien die gleiche Frau einem 16-jährigen Knaben in Ziteil und wiederholte dasselbe. "Als man anfing Prozessionen zu halten, fingen alle verdorrten Feldfrüchte wieder zu grünen an und weckten Hoffnung auf eine sehr gute Ernte." (Kurzfassung aus der

 

 

Schrift von Duri Lozza, Custos). Nun geht etwas steiler hinunter. Ja nicht den Fahrweg nehmen. Bald ist Sam igls Mellens (1951m) erreicht und folgen dem Fahsträsschen bis nach Cre digl Lai. Da wird rechts abgebogen, wieder in einen Wanderweg. Bald einmal biegt der Weg links ab in den Wald. Bei Lungatigia (1633m) wieder rechts halten, um dann in Tigignas auf die Sesselbahn aufzusteigen. Ist das herrlich, sitzend nach Savognin zu schweben. Bitte beachten sie die letzte Talfahrt der Bahn. http://www.savogninbergbahnen.ch/

 

Die Wanderroute ist proportional gezeichnet.

Die Wanderung finden sie auf folgenden Landeskarten: 1:50'000 Nr. 257 Safiental u. 258 Bergün / 1:25'000 Nr. 1215Thusis u. 1235 Andeer u. 1236 Savognin. Sie können sie bestellen unter: http://www.swisstopo.ch

 

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