BettmergatMärjelenseeEggishornFiescheralp - Bettmeralp ca. 6Std.

 

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Anreise:

Mit der Bahn oder Auto bis Betten, dann mit der Gondel auf die Bettmeralp. Rückreise, wie Anreise.

 

Die Fahrpläne finden sie unter:

www.sbb.ch  www.bettmeralpbahnen.ch

 

 

 

Schon haben auf der Bettmeralp haben wir einen herrlichen Weitblick. Die Walliserberge lassen grüssen. Bei guter Sicht ist auch das Matterhorn auszumachen. Nach einem kurzen Marsch durch das Dorf besteigen wir die Gondel, wo uns auf den Bettmergrat (2424m) gondelt. Der Weg geht zuerst mal runter. Immer näher dem Aletschgletscher entgegen und immer Richtung Märjelesee.  Was wir da, vor uns, auf diesem Stück Erde sehen, ist einfach unbeschreiblich, der Aletschgletscher. 27 Milliarden Tonnen Eis ist in Bewegung. Er ist der grösste Süsswasserspeicher des Alpenraumes. Seine Länge beträgt 24 km seine max. Eisdicke 900 m und bedeckt eine Fläche von 85 Quadratkilometer. Der Kollos Bewegt sich 200m im Jahr. Im ewigen Eis sind 11,7 Billionen Liter Süsswasser gebunden. Würde man das Wasser in Riesentanker (Fassungsvermögen von 125’000m³) abfüllen, ergäbe das einen Konvoi mit einer Länge von 27'000 km, oder 2/3 des Erdumfanges. Die Schweizerbevölkerung könnte während rund 18 Jahren mit Trinkwasser versorgt werden. Bei Röti Chumma (2369m) gelangen wir in den unteren Weg, wo von der Mossfluo herkommt. Bald einmal haben den Punkt von 2347 Höhenmetern erreicht. Nun haben wir auch den Blick frei auf die Rückseiten von Bekannten: Jungfrau, Mönch und Eiger, eingebetet ist auch das Jungfraujoch auszumachen. Bei Märjelesee tauchen wir in eine ganz andere Welt. Stein und Fels sind glatt poliert, aber auch hochmoorige Biotope säumen den Weg. Der Märjelesee war früher viel grösser und durchbrach immer wieder den sperrenden Eiswall, um dann am Gletscher entlang ins Tal zu stürzen und schlimme Verwüstungen in der Umgebung von Brig anzurichten. Durch den bau des Stausees (Vordersee) wurde dies dann verhindert. Durch einen Stollen wurde früher das Wasser dann abgeleitet und schon dazumal zum bewässern der Wiesen und Felder genutzt. Bald einmal haben wir die Gletscherstube (2357m) erreicht. Da kann man sich stärken. Die Auswahl ist klein, aber fein. Über die Staumauer steigen wir nun auf den Täligrat (2610m). Unterwegs können wir einen Blick auf den ganz verklüften Fieschergletscher werfen. Auf dem Tälligrat wird der Weg eher flach um dann bei 2625 Höhenmeter zünftig anzusteigen. In Spitzkehren steigen wir Meter um Meter hoch. Da kann einem die Puste schon fast ausgehen. Der Weg ist aber gut. Bei der Bahnstation Eggishorn haben wir eine Pause verdient. Aber ich kann nur empfehlen, den Weg zum Eggishorn zu wagen. Auch wenn es im Moment etwas „mummelig“ aussieht. Wer mag wohl all die Steine da hinauf getürmt haben. Nach einem kurzen Abstieg geht’s wieder rauf auf das Eggishorn (2926m). Dieses Bild wird man nie vergessen!

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von links zu sehen Jungfrau, Jungfraujoch, Mönch und Eiger

Bald einmal zurück auf der Bergstation lassen wir uns auf die Fiescheralp (2212m) gondeln. Und nehmen, zwar müde, aber überwältigt vom erlebten noch etwa 1 Std. Wanderszeit in Kauf, um auf die Bettmeralp (1924m) zu gelangen. Zuerst ist der Weg flach, das letzte Stück geht dann noch runter. Aber wir haben alle Zeit, denn die Gondeln fahren in den späteren Abend hinein.

Mit einem bisschen Kondition und  nur mit gutem Schuhwerk ist diese Wanderung ein Genuss, Regenbekleidung und  warme Kleidung gehören in den Rucksack. Wir bewegen uns da im Hochalpinen gebiet. Auch die Flüssigkeit zum Trinken darf nicht vergessen werden.

 

Die Wanderroute ist proportional gezeichnet.

Die Wanderung finden sie auf folgenden Landeskarten: 1:50'000 Jungfrau Nr.264 / 1:25'000  Aletschgletscher Nr. 1269. Sie können sie bestellen unter: http://www.swisstopo.ch

 

 

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